Buchtipp: London Calling: „The Name of the Star“ – Maureen Johnson

TheNameOfTheStarNieselregen, alte Gemäuer, dunkle Gassen – richtig, liebe Freunde des gepflegten Vorurteils, wir befinden uns in London! Und genau deswegen habe ich dieses Buch auch zur Hand genommen. Als eine Art Walk to Remember, sozusagen. Aber nicht nur: Die Autorin Maureen Johnson ist mir deshalb aufgefallen, weil sie mit dem großartigen John Greene gemeinsam einen weihnachtlichen Kurzgeschichtenband herausgebracht hat. Gründe genug, diesem Jugendbuch eine Chance zu geben. Was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Ihr merkt schon, Begeisterungsstürme sehen auch anders aus. Und das liegt eigentlich hauptsächlich an meinen Erwartungen an das Buch.

Rory, die Protagonistin, ist ein selbstbewusstes, schlagfertiges Südstaaten-Mädchen, das in einer Londoner „Boarding School“ weitaus spannendere Geschichten erlebt, als einst Hanni und Nanni. Denn neben der ohnehin schon aufregenden Eingewöhnungsphase in einem fremden Land, treibt zu allem Überfluss auch noch ein Mörder im Umfeld ihrer neuen Schule sein Unwesen. Und da wir in London sind – wer könnte da näher liegen als … . Tja, lest selbst.

Das alles ist wirklich amüsant bis spannend erzählt – außerdem muss man die humorvolle, aufgeweckte Rory und ihre etwas „uptighte“ Zimmernachbarin Jazza einfach mögen. Das Doofe ist nur, dass die Schüler – logisch, ein Serienkiller ist unterwegs – aus Sicherheitsgründen in der Schule unter Verschluss gehalten werden. Wer also – wie ich – ein schaurig-schönes London-Panorama erwartet, der wird enttäuscht bzw. muss ganz schön lange auf seinen Spaß warten.

Die Idee, die das Buch an sich ausmacht, ist nicht wirklich neu – die Umsetzung ist aber solide. Ein zwei doofe Ungereimtheiten – aber hey, wer mich kennt weiß: So etwas kann ich hin und wieder verzeihen.

Zur Sprache: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und kann daher sagen, dass es sprachlich im besten Sinne einfach gehalten ist und so auch von „Learners“ ohne viel Nachschlagen gelesen werden kann. Schön sind vor allem die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen dem britischen und amerikanischen Englisch, die Rory am eigenen Leib erfahren muss… .

Wer also auf Coming of Age Stories, Mystisches und Schauriges steht – und nebenbei sein Englisch auffrischen will – dem sei dieses kurzweilige Buch hiermit empfohlen!

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