Serientäter mit Suchtpotential: Oliver Uschmann „Hartmut und ich“ und ich

Hartmut und ichJa, auch Oliver Uschmann ist einer. Ein Serientäter, auch wenn sich seine Geschichten nicht um Mörder und Verbrecher, sondern um Weltverbesserer, UPS-Packer und kleine Kätzchen drehen. Themen, die Stoff für mindestens sechs Bücher hergeben. So viele sind mittlerweile auf dem Markt, gelesen habe ich aber nur die ersten vier. Und davon in Erinnerung geblieben sind mir vor allem die ersten beiden Teile. Die haben mich aber so begeistert, dass ich sie euch vorstellen möchte. Warum? Das lest Ihr hier:

 Die gute alte WG-Nostalgie

Es gab eine Zeit, in der ich die Bücher um „Hartmut und ich“ verschlungen habe. Es könnte unter Umständen einen Zusammenhang zu der Tatsache geben, dass ich derzeit selbst in zuweilen skurrilen häuslichen Umständen gelebt habe (internationales Wohnheim, oh yeah). Dann zog, ich dort aus, wurde langweilig und ging nach Berlin. Hartmut und Co. verlor ich aus den Augen. Bis gestern. Denn gestern wedelte mein Freund mir ein Exemplar von Uschmanns fünften Teil der großen „Hartmut und ich“-Saga vor der Nase herum – aber nicht etwa für mich, nein, nein! Sondern als Geburtstagsgeschenk für die werte Frau Mama. Dankesehr. Aber was sah ich da: Auch die beiden Ruhrpottler hat es nun in das wilde Berlin verschlagen! Ich wurde daraufhin etwas sentimental und der Gedanke wuchs, euch Hartmut, Yannick und ich vorzustellen. Lasst sie in euer Leben, ihr werdet es nicht bereuen. Hach… .

„Einfach mal inkonsequent sein.“

Hartmut und ich sind das Dream-Team bestehend aus dem namenlosen Ich-Erzähler und seinem Mitbewohner Hartmut. Die beiden beziehen ein abenteuerliches Haus in Bochum. Während „ich“ bei UPS Pakete schiebt, auf Hartmut aufpasst und eigentlich nur ein duftendes Bad nehmen möchte, philosophiert Student Hartmut über das Dasein und bringt dem geneigten Leser bei, warum es in Zeiten der permanenten Selbstoptimierung so essentiell ist, unperfekt zu sein. Er zeigt außerdem in einem spektakulären Selbstversuch, was passiert, wenn man sich einfach mal die guten Ratschläge von Spam-Mails komplett zu Herzen nimmt. Ob in Rosenmann-Situationen, beim systematischen Dequalifizieren von Akademikern oder bei der Erziehung eines Katers: Hartmut und ich, die wohl tiefsinnigste WG westlich von St.Petersburg, finden unkonventionelle und bisweilen brüllend komische, bisweilen poetisch-weise Lösungsansätze für die großen und kleinen Probleme des Lebens.

To be continued

Nach ein paar Jahren der „Hartmut und ich“-Abstinenz kann ich zu den einzelnen Büchern kein Urteil mehr abgeben. Ich erinnere mich aber noch sehr gut daran, dass die ersten beiden Bücher der Reihe „Hartmut und ich“ und „Voll beschäftigt“ einen riesen Eindruck auf mein empfängliches Hirn gemacht haben. Nun bin ich ein bisschen aufgeregt, weil die beiden Rheinländer nach Berlin gezogen sind. Hoffentlich ergeht es ihnen gut. Auch wenn sie kein Bierchen mit mir trinken gehen können, werde ich mir trotzdem auf jeden Fall ihre Abenteuer in der Großstadt zu Gemüte führen.

Habt Ihr auch Bücher, die ihr unausweichlich mit bestimmten Lebenssituationen verbindet? Bis bald!

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